Bundeswehr – eine „Firma“ wie andere auch?

Laut Auskunft der Schulleitung wird die Bundeswehr wieder beim Berufswahlseminar der Graf-Stauffenberg-Wirtschaftsschule am 28. Januar auftreten. „Damit verstößt die Schulleitung weiterhin gegen die UN-Forderung, Minderjährige vor der Werbung für den Militärdienst zu schützen“, sagt Nikolai D. im Namen der Kritiker. „Schulen haben nicht die Aufgabe, die Bundeswehr bei ihrer Nachwuchsförderung zu unterstützen. Und die Bundeswehr gehört aufgrund ihrer zunehmenden Kriegseinsätze nicht in die Reihe der Firmen für eine Berufswahlveranstaltung!“ (mehr…)

Jahreshauptversammlung der VVN/BdA

Jahreshauptversammlung der VVN/BdA Kreisvereinigung Bamberg.
Termin: Samstag, 5. Dezember 2015, 16.00 Uhr
Ort: Gaststätte “Zur Linde”, Gaustadter Hauptstraße 56, Bamberg

Klima-Flashmob

Zum Beginn des Klimagipfels in Paris finden weltweite Protestaktionen statt. Am 28.11. auch in Bamberg.
Wie mir zu Ohren gekommen ist, soll hier ein Flashmob stattfinden.

Treffpunkt: 11 Uhr vor dem Umsonstladen in der Zwerggasse beim Maxplatz.
Mitbringen: Schwimmbrille, Schnorchel, Badekappe oder dergleichen.
Es wird auch Schwimmwesten und weitere Utensilien geben für die, die nichts mitbringen.

Es soll über den Weihnachtsmarkt und die Obere Brücke zum Dom „geschwommen“ werden, als Klimaflüchtlinge, verfolgt von einem qualmenden Kohlekraftwerk.
Sagt es weiter, macht mit, habt Spaß!

Mit Ukulele, Slam und Solidarität

Ein Zeichen gegen Rassismus setzen und gute Kürbiskartoffelsuppe löffeln- Gute Gründe, um am vergangenen Samstag ins Balthasar zu gehen. Der Mehrzweckraum Balthasar war in den vergangenen Monaten mehrfach von Rechtsextremisten mit Parolen beschmiert und angegriffen worden. Dabei kam es neben zerbrochenen Fensterscheiben und einer zerstörten Tür, zu einem versuchten Angriff auf Menschen, die sich im Rahmen des festival contre le racisme, im Balthasar-Raum befanden. Dank dem Eingreifen der Polizei, wurde dies jedoch verhindert. Um dieser Gewalt und Weltanschauung entschlossen entgegen zu treten, versammelten sich gut 30 Menschen an diesem Abend im Balthasar. Neben den kulinarischen Köstlichkeiten der Soli-Küche, sorgte Flo Berndt mit seiner Ukulele für eine anregende Atmosphäre zwischen sozialkritischen und witzigen Texten auf Deutsch und einigen spanischen Liedern über Liebe, das Leben und den Tod. Nicht zuletzt zeigten seine Texte den Bezug auf zur aktuellen Anspannung in der Gesellschaft, welche von RassistInnen gezielt geschürt wird und die Gesellschaft spalten soll.
Anna Heinz, die mit ihrem Slambeitrag am Start war, wünschte sich ihren kleinen Poeten zur Seite. „Denn dieser Poet, der über mir schwebt“, der sich über den Dingen im Alltag befindet, der all diese Scheuklappen, all das Schubladendenken und Kategorisieren und Pauschalisieren der Menschen sieht. Dieser Teil ihrer selbst gibt ihr das Gefühl von Leichtigkeit zurück. Und schenkt jedem die Möglichkeit über Grenzen im Kopf und Alltag hinwegzudenken.
Dass rassistische und rechtsextremistische Gewalt nicht nur ein aktuelles Phänomen sind, sondern bereits vor rund 20 Jahren krasse Züge annahm, führte Leonhard F. Seidl aus. Als Autor des Buches „Mutterkorn“, schließt er den Kreis von den vergangenen Ausschreitungen vom August 1992 in Rostock-Lichtenhagen gegen einen Wohnblock mit vietnamesischen Bewohnern zur Story in seinem Buch. Dabei erfährt der linke Protagonist, welcher selbst in Rostock beteiligt war, von einem geplanten rechtsextremistischen Anschlag auf ein Asylbewerberheim. Ergänzt wurde seine Lesung von Ausschnitten des Films „The truth lies in Rostock“, welches die Ereignisse im August 1992 thematisiert. Dass die Gefahr von rechter Gewalt längst nicht passé ist, zeigen die Ergebnisse der Razzien bei bekannten Neonazis und Vertretern der Partei „Die Rechte“. Mehrere Waffen und die von der Polizei abgefangenen Feuerwerkskörper mit großer Sprengkraft lassen auf die Vorbereitung eines Anschlags gegen AsylbewerberInnenheime in Bamberg und Umgebung schließen. Ebenso hätte das Balthasar erneut Ziel der Rechtsextremisten werden können.

Demonstration gegen das Bamberger Abschiebelager

Am 24.10.2015 demonstrieren wir gegen die Ankunfts- und Rückführungseinrichtungen, die seit September in Manching/Ingolstadt und Bamberg (auf dem Konversionsgelände) betrieben werden. Sie sollen die schnelle Abschiebung von Menschen ermöglichen, die hier Schutz vor den ökonomischen, politischen und kulturellen Konflikten in den westlichen Balkanländern suchen. Diese Konflikte sind Spätfolgen des Balkankrieges, in dem sich auch die Bundesrepublik Deutschland aus wirtschaftlichen und außenpolitischen Motiven engagiert hat. Wir betrachten sie daher als mitverantwortlich für die Zustände, die dort heute herrschen und die sich in Form von Rassismus, Armut, Perspektivlosigkeit und Gewalt im Leben der Geflüchteten niederschlagen. (mehr…)